DGB Sachsen - BILLIG KOMMT TEURER - Öffentliche Aufträge gesetzlich fair regeln!

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Gebäudereinigung Michael Kober aus 08527 Plauen

Sehr geehrte Damen und Herren, ich finde es menschenunwürdig, dass Mindestlöhne, wie z.Bsp. die Lohngruppe 6 (10,31 €) in der Glas- und Fassaden- reinigung den ausführenden Arbeitnehmern nicht bezahlt, sondern nur die Lohngruppe 1 mit 7,96 € in Anrechnung gebracht wird. Arbeitszeit ist die Zeit die ich verbringe, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen und nicht nach acht Stunden Arbeitszeit noch im Amt Beihilfe beantragen muß. Leider gibt es immer noch Stundenlöhne von 3,50 €/h und hier besteht absoluter Handlungsbedarf. Es gab einmal den Spruch "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser"! Nur mit gut ausgebildeten und motivierten Arbeitnehmern können auch gute Arbeitsergebnisse erziehlt werden - billig gekauft ist meistens doppelt/teuer gekauft! Michael Kober, Handwerksmeister Gebäudereinigung seit 1985 in Plauen im Vogtland mit 30 sozialversicherungspflichtigen und 5 sozialvs freien Mitarbeitern - es geht also doch!

Praxis - Sachsen

08.08.2012, Dresden

„BILLIG KOMMT TEURER“ - DGB Sachsen bestätigt

Das Interview „Dresden plant seine Bauten zu billig“ mit Prof. Dr. Thomas Günther (Lehrstuhl für Betriebliches Rechnungswesen / Controlling an der TU Dresden) in der heutigen Ausgabe der Sächsischen Zeitung bestätigt die Position des DGB Sachsen, dass öffentliche Aufträge nicht an das wirtschaftlichste, sondern an das billigste Angebot vergeben werden und anschließend die Kosten in die Höhe schnellen.

Im Artikel wird klar, warum die endgültigen Baukosten für öffentliche Bauten der Stadt Dresden wesentlich höher sind als die ursprünglich veranschlagten Kosten.

Grund dafür ist unter anderem eine Regelung des sächsischen Vergabegesetzes, welches Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit vorschreibt. Da dies in der Praxis immer auf das billigste Angebot runter gebrochen wird, bekommt die Verwaltung von den Baufirmen Billigstangebote, die nicht der Realität entsprechen. Zusätzlich wird mit Lohndumping Billigangeboten Vorschub geleistet.

Im Artikel heißt es dazu: „Die Baufirmen sagen: ’Wenn ihr billig wollt, kriegt ihr billig.’ Wie ein ungeschriebenes Gesetz führt dies dazu, dass die Baufirmen ihre Gewinne mit Nachträgen machen.“

So wie in Dresden werden die Aufträge in fast allen Kommunen in Sachsen vergeben.

Der DGB Sachsen führt seit April 2012 eine Vergabegesetzkampagne „Billig kommt teurer – Öffentliche Aufträge gesetzlich fair regeln!“ durch.

Die Kampagne hat das Ziel die Missstände im aktuellen sächsischen Vergabegesetz zu beseitigen.

Einen entsprechenden Gesetzesentwurf haben die beiden Landtagsfraktion SPD und DIE LINKE in Zusammenarbeit mit dem DGB Sachsen Anfang Mai in den Landtag eingebracht.



Das Interview der SZ mit Prof. Dr. Günther kann hier eingesehen werden:

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