DGB Sachsen - BILLIG KOMMT TEURER - Öffentliche Aufträge gesetzlich fair regeln!

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Kerstin Lauterbach aus Großenhain

5 Sätze MdL Kerstin Lauterbach zum Entwurf Vergabegesetz Ich bin selbst Stadträtin in Großenhain. Und es hat mich schon immer gestört, dass man Mindestlohn, Tariftreue usw. bei der öffentlichen Auftragsvergabe an Firmen nicht konsequent hinterfragen konnte, weil die gesetzliche Grundlage fehlt. Deshalb begrüße ich von ganzen Herzen die Initiative von SPD, Linken, Grünen und DGB für ein neues Vergabegesetz. Denn es stellt Fairness und Gerechtigkeit her. Bleibt nur zu hoffen, dass diesem Entwurf im Landtag nicht das Gleiche wiederfährt, wie fast allen was von links kommt.

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25.04.2012

Vergabepraxis aktuell

Warum ein neues Vergabegesetz?

Die in Sachsen gegenwärtig übliche Praxis, öffentliche Aufträge an den Bewerber mit dem niedrigsten Angebot zu vergeben, verhindert einen fairen und transparenten Wettbewerb.

Sie hat zahlreiche negative Folgen:

1.: Unternehmen, die faire Gehälter zahlen, haben Wettbewerbsnachteile.

2.: Qualifizierte Arbeitsplätze und zukunftsfähige Strukturen geraten in Gefahr.

3.: Junge, flexible Leute suchen sich außerhalb Sachsens angemessen vergütete Arbeit.

4.: Steuereinnahmen sinken.

5.: Lohn- und Sozialdumping vertreibt Fachkräfte.

6.: Die Sozialkassen werden massiv belastet.

7.: Durch sinkende Binnennachfrage fehlen wichtige Konjunkturimpulse.

8.: Kalkulationstricksereien führen oft zu hohen Folgekosten für den Auftraggeber.

9.: Ökologisch verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen spielt keine Rolle.

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